Warum darf ein Genozid nicht als solcher benannt werden, obwohl die Fakten doch eindeutig sind? Weil sich viele einig sind: gegen jeden Antisemitismus und für ein bisschen Rassismus. Über die Kommerzialisierung der Menschlichkeit.
Sie sprechen vom „Menschenrechtsmuskel“. Das klingt fast so, als müsste die Menschlichkeit trainiert werden. Und so, als wäre Empathie nicht die logische Konsequenz, die dem Wissen um Ungerechtigkeit entspringt und nicht schon für Kinder deutlich zu benennen: da, wo sie ihnen begegnet. Gemeinsam mit ihren Promo-Teams und Personal Assistants wird die hohe Schlagzahl der öffentlich wirksamen Termine minutiös getaktet.
Jedes Wort, ob in Interviews, Talkshows, hochbezahlten Keynotes und Postings – gerne auch mit Markennennung (der eigenen Marke selbstverständlich) – ist hier genauestens geplant. Schließlich alles Profis, so als Dauergäst*innen aller bekannten deutschen Medienformate. Es wurde sich ja ein Ruf erarbeitet, sogar international, und den lässt Frau sich bestimmt nicht durch ein unbedachtes Wort zerstören oder andere Aktivist*innen streitig machen.